Überlebenstipps: Die ersten Tage
Neu in der Ausbildung: Der neue Chef und du
20. September 2017

Du bist neu in deinem Betrieb und hast eigentlich noch keine Ahnung von Irgendwas. Denkst du zumindest. Wir zeigen dir was du beachten musst damit der erste Monat ein voller Erfolg wird – und du von Anfang an überzeugst.

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  Welcher Azubi kennt das nicht? Du bist neu in deinem Betrieb und hast eigentlich noch keine Ahnung von irgendwas. Denkst du zumindest. Klingt vielleicht doof, geht aber tatsächlich jedem Azubi so. Ist auch klar, du bist seit zwei Tagen oder sogar den allerersten Tag da und natürlich fühlst du dich auch unsicher. Niemand ist perfekt und jeder macht ungern Fehler oder sagt etwas Falsches. Man möchte ja einen guten Eindruck auf den Chef/die Chefin und die anderen Mitarbeiter machen. Man möchte glänzen und hilfreich sein.



Überlebenstipps_Sei du selbst

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Das klingt aber tatsächlich oft einfacher als es ist, schließlich ist die Situation nicht nur für dich neu, sondern auch für die anderen Personen im Betrieb. Der Chef/die Chefin hat jemand ‘‘Neuen‘‘ um sich, eine neue Persönlichkeit und jemanden den er/sie nicht kennt. Nur ein Bewerbungsgespräch reicht ja auch nicht aus um dich kennen zu lernen. Jeder Mensch ist anders und natürlich bist auch du ein bisschen anders. Vielleicht hatten sie schon vorher Azubis und du denkst sie vergleichen dich? Eventuell willst du sogar mit dem Azubi aus dem dritten Lehrjahr mithalten, der weiß schließlich wie der Hase läuft. Aber hey – Du bist Du. Individualismus rockt.

Sei ganz natürlich, verstell dich nicht und verrenne dich nicht in Aufgaben, denen du dich vielleicht noch nicht gewachsen fühlst.

Dein Chef/deine Chefin weiß, aller Anfang ist schwer



Initiative? Was ist das denn bitte?

Überlebenstipps_Initiative zeigen

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‘‘Ich kann nichts helfen und fühle mich, als ob ich den anderen nur beim Arbeiten zuschauen kann! ‘‘ Sätze, die du dir als Azubi vielleicht schon einmal gedacht hast – denn man schont dich am Anfang vielleicht noch oder weiß noch nicht so recht, welche Aufgaben man dir überlassen kann. Deshalb hat man in der Anfangszeit oft weniger zu tun, als alle anderen geschäftigen Mitarbeiter. Das ändert sich aber bald schon, glaub mir!  Im zweiten oder dritten Lehrjahr bist du schon mitten drin. In der Anfangszeit musst du noch kein Alleskönner sein, dafür bist du ja in deinem AUSBILDUNGSBetrieb: Um zu lernen wie alles funktioniert und es dann umzusetzen.


Erst mal  geht es nur um eines: Aufpassen was die anderen tun, genau zuhören und vielleicht sogar mitschreiben, um sich später besser daran erinnern zu können.

Wenn du das tust dann ist dir keiner böse auch wenn dir mal ein Werkzeug runterfällt oder  du einen Ordner falsch einsortierst. Du musst dich nicht überfordern und sofort 150 Prozent leisten. Es reicht schon wenn du aufmerksam bist und nicht herumfaulenzt. Sieht dein Chef/deine Chefin, dass du “es versuchst”,  ist das völlig in Ordnung und auch genug für den Anfang. Nimm dir die Zeit die du brauchst und wenn du länger brauchst als die anderen Mitarbeiter, dann ist das eben so.


Konzentriere dich auf deine Aufgaben und sei engagiert bei dem was du tust. Der Rest kommt mit Routine und Übung ganz von selbst.


Die W-Fragen! Immer diese W-Fragen!

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Ja, ich weiß. In der Schule diese Fragen, in den Deutschprüfungen diese Fragen und überhaupt überall diese Fragen. Die sogenannten W-Fragen sind aber tatsächlich, gerade in der Ausbildung, essentiell. Stell Fragen! Stell viele Fragen! Dein Chef/deine Chefin und auch deine Mitarbeiter erwarten von dir, dass du im dritten Lehrjahr deine Abschlussprüfung schaffst. Du selbst erwartest von dir dasselbe! Wenn du aber keine Ahnung hast von deinem Berufsfeld, dann schaffst du das auch nicht.


Darum frag was das Zeug hält.

Wo kommt der Hammer hin?
Wann muss der Auftrag fertig sein?
Wieso ordnest du die Rechnung da ein?

Und natürlich ganz wichtig:

Wie baue ich diese Maschine zusammen?
Warum links und nicht rechts?

Die W-Fragen retten dir in einer Ausbildung das Leben. Nicht nur bei Fragen speziell zur Arbeit, sondern auch bei allgemeinen organisatorischen Dingen, ist es wichtig, nicht zu schweigen. Schließlich willst du ja wissen, wann du Pause hast und wo du parken kannst. (Oder was es im Mittagsmenü in der Kantine gibt)



Oh nein! – Ich habe einen Fehler gemacht.

Überlebenstipps_Fehler_Entspannt bleiben

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Ganz wichtig: Ruhig bleiben. Mach dir selber keine Panik.


Jeder macht mal Fehler und als ganz neuer Azubi wirst du mehr als nur einen Fehler machen.

Das ist normal und menschlich; wir sind schließlich alle keine Maschinen. Im Normalfall ist das auch nicht schlimm. Es ist nur wichtig ehrlich zu sein und den Fehler auch einzugestehen, dann ist (normalerweise) alles in Ordnung. Aber natürlich fühlen wir uns, genau wie alle anderen Mitarbeiter, auch mal weniger gut oder angegriffen. Vielleicht wurde man etwas laut vom Vorgesetzten gerügt? Oder ein Kollege schimpft dich? Das ist überhaupt nicht schlimm. Bleib entspannt und nimm es dir nicht zu sehr zu Herzen. Keinem ist geholfen wenn du vor Angst zu gehemmt bist, deine Aufgaben zu bearbeiten. Auch ein Chef oder eine Chefin haben mal einen schlechten Tag und auch ein Mitarbeiter ist nicht perfekt. Sei wie eine kleine Insel, neutral, sonnig und freundlich, auch wenn du innerlich brodelst. Du hast es ja nicht mit Absicht gemacht und machst es beim nächsten Mal besser.


Autorin Janine Tschürtz,

macht seit September 2017  bei der IHK Ostwürttemberg eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement.

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