Rezension “Die Mitte der Welt”
Autor Andreas Steinhöfel
29. September 2017

Der Jugendroman „Die Mitte der Welt“ von Andreas Steinhöfel erschien im Jahr 2004 beim CARLSEN Verlag. Im Buch handelt es sich um den Jugendlichen Phil, der ein ungewöhnliches Leben führt und seinen Weg zum Erwachsen werden beschreibt. Phil lebt gemeinsam mit seiner Mutter Glass und seiner Zwillingsschwester Dianne in einem alten Haus namens „Visible“. Seine Mutter ist eine sehr selbstständige und egoistische Person, die es vorzieht nicht zu verraten wer der Vater der beiden Kinder ist und sich lieber mit diversen wechselnden Männerbekanntschaften unterhält.


Leserunde_Beginn


Die Beziehung zwischen Dianne und Phil war früher (als die beiden Kinder waren) besser, durch außergewöhnliche Ereignisse und Geheimnisse verschlechtert sich dies aber. Durch Diannes merkwürdige Art und den mysteriösen Umgang mit Tieren distanziert sie sich von der Familie und den anderen Leuten in ihrem Umfeld.

Aufgrund ihres Anderssein und Andersdenken wird die Familie in der Stadt, in der sie leben, nicht akzeptiert und verachtet, sogar der Titel „Hexenfamilie“ haftet an ihnen.

In dem Buch kommen immer wieder abnormale Persönlichkeiten vor, die Phil in seinem Leben prägen und ihm bei seinem Weg erwachsen zu werden mehr oder weniger helfen. Eine Schlüsselperson dabei ist der introvertierte Nicholas, in den Phil sich unsterblich verliebt, doch die Beziehung ist durch die verschlossene Art von Nicholas kompliziert.

Aufgrund mehrerer Gegebenheiten beschließt Phil Visible mit seinem „Onkel“ Gable zu verlassen und nach Amerika zu gehen um dort seinen Vater zu suchen, doch seine Mitte im Leben ist und bleibt seine Familie und Visible.


Leserunde_Ende


Wir empfehlen das Buch weiter, da es durch den Schreibstill gut lesbar und leicht verständlich ist. Die Handlungen sind einfach erklärt und die Personenanzahl im Buch ist überschaubar. Das Buch eignet sich gut für Jugendliche, weil es die Entwicklung von einem Jugendlichen zum Erwachsen werden beschreibt. Zudem wird das Thema Homosexualität auf eine gute Art und Weise sensibilisiert.

Der Leser/die Leserin wird zum Nachdenken verleitet, er/sie soll sich Gedanken über die Beziehungen in dieser ungewöhnlichen Familie machen, dieses offene und gesprächige Verhalten vielleicht sogar auf seine eigene Familie zu übertragen. Man wird dazu angeregt sich über gleichgeschlechtliche Beziehungen Gedanken zu machen. So erzählt das Buch nicht nur eine Geschichte, sondern thematisiert auch Themen die uns im Leben betreffen und zeigt wie schwer das Leben sein kann.


Isabell Fust & Sarah Lenz

Foto: IHK

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