Europameisterin im Bäckerhandwerk
Erfolgsrezept Ausbildung
17. February 2016

Tanja Angstenberger von der gleichnamigen Bäckerei in Wasseralfingen hat sich ihre Zukunft mit einer Ausbildung zur Bäckerin versüßt – sogar so erfolgreich, dass sie Anfang Januar den Titel der Backeuropameisterin auf die Ostalb, in den elterlichen Betrieb holen konnte. Wir haben mit Tanja über die Ausbildung, das Backen und Kochen gesprochen – und ihr leckeres Muffin-Geheimrezept abgeluchst…

Den Spaß am Backen sieht man Tanja Angstenberger einfach an. Dieses Bild entstand sogar während der Europameisterschaft! So entspannt kann Arbeit aussehen.

Den Spaß am Backen sieht man Tanja Angstenberger einfach an. Dieses Bild entstand sogar während der Europameisterschaft! So entspannt kann Arbeit aussehen.


Die Frage „Warum hast du dich für eine Ausbildung entschieden?“ erübrigt sich ja bei dir Tanja, da du bei deinen Eltern in die Bäckerei eingestiegen bist. Gab es noch einen Plan B? Wenn du nicht Bäckerin/Konditorin geworden wärst – was dann?

Ich hatte schon immer die freie Wahl und konnte mich somit auch frei für meinen Traumjob entscheiden. Im Vordergrund stand bei mir die Kreativität. Gekocht und gebacken habe ich schon immer, selbst als kleines Kind. Meine Auswahl war: Konditorin/Bäckerin, Köchin oder Innenarchitektin. Doch letztendlich habe ich mich für das Richtige entschieden. Bäckerin zu sein macht mir super viel Spaß und entspricht ganz meinen Berufswünschen. Ich würde sagen, ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht.


Warum würdest du anderen Schulabgängern eine Ausbildung empfehlen?

Man wird sehr schnell selbstständig, unabhängig von den Eltern und kann sich in jungen Jahren etwas leisten. Eine Ausbildung hilft dabei, sich zu verwirklichen.


Wie geht’s in Zukunft weiter? Weltmeisterschaft?

Ich möchte natürlich in Zukunft meinen Bäckermeister machen. Und ich würde gerne weiter an Wettbewerben teilnehmen! Auch wenn es leider bei den Junioren keine Weltmeisterschaft gibt.


Das ist es, das Sieger-Meisterwerk.

Das ist es, das Sieger-Meisterwerk.


 

Woher kam die Inspiration zu dem Kunstwerk, mit dem du die Europameisterschaft gewonnen hast?

Ich habe mir viele Anregungen aus Zeitschriften, dem Internet, von Kollegen, Freunden und der Familie geholt. Mein Schaustück, das komplett aus essbarem Teig besteht habe ich passend zum Thema „HEIMAT“ ausgewählt. Da der Käfer als deutsches Auto weltweit bekannt ist, musste er unbedingt der Mittelpunkt meines Schaustücks sein. Dazu gehörten außerdem eine Autobahn für schnelles, unbegrenztes fahren, verschiedene Zahnräder für die Technik Deutschlands, ein altes Uhrwerk für die Pünktlichkeit, Albert Einstein als bekanntes Gesicht und zu guter Letzt die Deutschlandfahne als Symbol für unser Land.


»Eine Ausbildung hilft dabei, sich zu verwirklichen.«

Aus Neugier: Was ist dein Lieblingsessen?

Ein direktes Lieblingsessen habe ich gar nicht, da gibt es viel zu viele gute Gerichte. Ich esse natürlich sehr gerne typisch schwäbisches Essen, aber auch leckere italienische Pizza und Pasta….

Wenn ich aber in einer Bäckerei stehe, greife ich super gern zu aufwendigen Produkten, die meistens einen besonderen Geschmack haben. Momentan sind das augefallene Berliner in den verschiedensten Variationen.


Kannst du auch kochen?

Ich schätze ja, da sich bisher noch keiner beschwert oder übergeben hat. (grinst)


Erfindest du auch eigene Rezepte? Wenn ja: Bekommen wir eins davon? :)

Ab und zu, wenn ich Zeit habe, probiere ich etwas Neues aus. Dabei kreiere ich schon mal ein neues Rezept oder kreative Gebäckstücke. Hier mal ein Rezept zum Ausprobieren – guten Appetit!


Heidelbeermuffins á la Angstenberger

Füllung

 

200g Heidelbeeren
160g stichfeste Heidelbeerkonfitüre

… zu einer klatten Masse vermixen und in einen mit Frischhaltefolie bespannten Tortenring einfüllen, tiefkühlen und (wenn gefroren) in kleine Würfel schneiden. Diese Füllung kann man auch prima auf Vorrat herstellen und im Gefrierschrank lagern.

Muffinmasse

 

120g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Ei
80ml Pflanzenöl
300ml Milch

… in einer Rührmaschine miteinander verrühren. Dann…

 

250g Mehl
1 Päckchen Backpulver
1 Prise Salz
3 EL Kakao

…. erst miteinander vermischen und dann unter die Zucker-Ei-Masse heben.

Eventuell 100g gehackte Blockschokolade zusätzlich unterheben (je nach Geschmack).

Zubereitung
Die Muffinmasse bis zur Hälfte in Muffinförmchen füllen, jeweils einen gefrorenen Heidelbeerwürfel darauf legen und etwas eindrücken. Nun das Förmchen bis kurz vor dem Rand auffüllen.

Bei 200°C, ca. 20 – 25 min backen.

Wer möchte kann die Muffins dann noch in weiße, flüssige Schokolade tunken und mit frischen Heidelbeeren verzieren.

 

Tanjas Backwaren sind fast zu schön zum essen! Hier: Mohnwecken mal anders...

Tanjas Backwaren sind fast zu schön zum essen! Hier: Mohnwecken mal anders…

So schön kann Brot sein!

So schön kann Brot sein!


Fotos: Privat

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