Durchziehen!
FCH-Fußballprofi Sebastian Griesbeck über Zielstrebigkeit in Sport und Ausbildung
19. October 2015

Seine Fußballkarriere hatte schon begonnen, als sich Sebastian Griesbeck vom 1. FC Heidenheim 1846 zu einer Ausbildung als Versicherungskaufmann entschied. Der Mann mit der Rückennummer 18 erzählt uns im Interview, warum eine Ausbildung auch für ihn als Fußballprofi ein gutes Fundament ist und warum man so eine berufliche Chance einfach durchziehen muss.

Fußballprofi Sebastian Griesbeck erzählt uns, wie wichtig eine Ausbildung auch für Profisportler sein kann.

Fußballprofi Sebastian Griesbeck erzählt uns, wie wichtig eine Ausbildung auch für Profisportler sein kann.


  • Rückennummer: 18
  • Position beim FCH: Mittelfeld
  • Position in der Berufswelt: Abgeschlossene Ausbildung zum Versicherungskaufmann
  • Geboren am: 03.10.1990
  • Eigenschaften: zielstrebig
  • Motto: “Fange nie an aufzuhören und höre nie auf anzufangen!”

Es hat sich ja schon früh abgezeichnet, dass Fußball als Karriere für dich in Frage kommt. Warum hast du dich trotzdem zusätzlich für eine Ausbildung entschieden?

Sebastian: Ich wurde von meinen Eltern was den Fußball angeht immer unterstützt, aber natürlich war es ihnen wichtig, dass ich ein zusätzliches Ass im Ärmel habe. Bei einer Ausbildung profitiert man in jedem Fall. Man schnuppert Praxisluft und baut sich etwas auf, auf das man immer zurückgreifen kann. Natürlich muss ich dabei auch an die Zeit nach dem Fußball denken. Als ich 20 war habe ich dann meine Ausbildung zum Versicherungskaufmann begonnen. Damals war ich noch in der 4. Liga beim SSV Ulm.


Warum eine Ausbildung zum Versicherungskaufmann?

Sebastian: Das hat sich so ergeben. Mir war klar, dass ich eine kaufmännische Ausbildung machen will, bei der ich aber nicht nur im Büro sitze und bei der ich viel mit Menschen zu tun habe. Dann hatte ein Versicherungs-Unternehmen aus Bibertal, ein Sponsor des SSV Ulm, einen Ausbildungsplatz ausgeschrieben. Trotz Sponsoring musste ich natürlich ganz normal meine Bewerbung schreiben, einreichen und zum Vorstellunggespräch vorbeikommen. Es ist ein sehr familiärer Betrieb, da muss sich jeder auf jeden verlassen können und der Sportlerbonus zählte nicht. Mein Ausbildungsberuf hat mir dann gut gefallen, weil ich besonders im Vertrieb viel Kontakt zum Kunden hatte.


Wer denkst du kommt für die Ausbildung als Versicherungskaufmann in Frage?

Sebastian: Für die Ausbildung als Versicherungskaufmann hat sich meine Offenheit gut bewährt. Wer gut mit Menschen und frei sprechen kann, der wird sich in dieser Ausbildung wohl fühlen.


Das Ziel im Blick behalten - das gilt für den Sport und für die berufliche Ausbildung.

Das Ziel im Blick behalten – das gilt für den Sport und für die berufliche Ausbildung.

»Was ich den jungen Ostwürttembergern mitgeben will ist, dass deine Ausbildung dir ein Leben lang hilft. Zieht die Ausbildung durch und ihr könnt beruflich abgesichert eure Träume verwirklichen.«

Wie einfach waren Ausbildung und Fußball zu kombinieren?

Sebastian: Obwohl man als Versicherungskaufmann auch des Öfteren abends arbeiten muss, hat mein fußballbegeisterter Chef mich freigestellt, sodass ich trainieren konnte. Dafür bin ich ihm extrem dankbar, denn anders wäre es wohl nicht gegangen. Im November 2013 habe ich meinen Abschluss gemacht. Da war ich schon seit 6 Monaten in Heidenheim beim FCH unter Vertrag. Auch hier hat mein Chef aus Bibertal mich beruflich entlastet, damit ich den Traum Profifußball durchziehen konnte.


Kannst du heute noch auf deine Ausbildung zurückgreifen? Was hast du fürs Leben gelernt?

Sebastian: Mit Versicherungen und Geldanlagen kenne ich mich jetzt definitiv besser aus. (lacht) Aber auf jeden Fall wird man sehr viel selbstständiger, merkt wie das richtige Leben und ein geregelter Tagesablauf so läuft. An letzteres muss man sich schon erst mal ein bisschen gewöhnen.


Wenn nicht Profifußballer – was wärst du geworden?

Sebastian: Ich hatte keinen Alternativplan. Ich denke ich hätte das Leben auf mich zukommen lassen. Aber irgendwas mit Sport wäre es bestimmt geworden.


Kurz und knapp: dein Fazit zur Ausbildung?

Sebastian: Was ich den jungen Ostwürttembergern mitgeben will ist, dass deine Ausbildung dir ein Leben lang hilft. Und das sind die 2 bis 3 Jahre in denen ihr ins Berufsleben startet und bei den Unternehmen den Fuß in die Tür kriegt. Durchziehen – das ist ein weiterer wichtiger Punkt. Zieht die Ausbildung durch und ihr könnt beruflich abgesichert eure Träume verwirklichen.


Fotos: 1. FC Heidenheim e. V.

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