Die Azubi-Leserunde
Was bringt eine Leserunde während der Ausbildung?
29. September 2017

VIEL! Ihr verbessert damit nicht nur eure Rechtschreibung und erweitert euren Wortschatz, zudem ist es auch noch unglaublich interessant und spannend die Meinungen über das gelesene Buch untereinander auszutauschen und zu erfahren was die Mitleser von dem Leseabschnitt halten.


Buch


Im Herbst letzten Jahres starteten wir, die Azubis, und unsere Ausbilderin Frau Kapori das Projekt Azubi-Leserunde. Wir alle hatten nur wenig Vorstellung darüber was uns erwartet, welche Themen und vor allem welche Bücher wir behandeln und besprechen werden.

Gleich zu Anfang standen wir bereits vor der ersten Hürde: welches Buch sollen wir lesen? Da wir den Lernfaktor nicht außer Acht lassen konnten, entschieden wir uns für ein Buch mit geschichtlichem Hintergrund. Unsere Wahl fiel auf „Das Tagebuch der Anne Frank“.

Der Verlauf der Leserunde ist einfach zu verstehen, das Buch wurde in mehrere Leseabschnitte unterteilt, diese wir dann innerhalb von zwei bis vier Wochen lesen sollten. Dazu machen wir uns Gedanken, schreiben besondere Ereignisse, wichtige Personen und unerwartete Veränderungen auf.

Zu unseren bereits gelesen Büchern: Wie bereits erwähnt fingen wir mit dem Buch „Das Tagebuch der Anne Frank“ an. Ein Buch dessen Inhalt ein Jeden bekannt sein dürfte: ein junges Mädchen versteckt sich mit ihrer jüdischen Familie in einem Hinterhaus vor den Nazis. Anne schildert in ihrem Tagebuch die Probleme mit denen sie immer wieder konfrontiert wird, sei es Streit mit den im Haus lebenden Personen oder knappe Essensvorräte.

Nachdem wir dieses Buch gelesen und besprochen hatten, wollten alle teilnehmenden Personen mit der gemeinsamen Leserunde fortsetzen und wir nahmen uns einem neuen Buch an.

Als neues Buch entschieden wir uns für den Jugendroman „Die Mitte der Welt“ von dem Autor Andreas Steinhöfel, ein gut und leicht verständlich geschriebenes Buch. Phil, der Protagonist, hat es nicht einfach, seine eigenwillige Mutter und seine mysteriöse Schwester haben einen gewöhnungsbedürftige Art und Weise mit Themen umzugehen, dennoch handelt es sich um sehr tolerante und weltoffene Menschen, was man von den Personen der Stadt nicht behaupten kann. Phil und seine Familie werden gemieden wie ein rotes Tuch. Wir haben für euch noch eine Rezension erstellt.

Doch nun die Frage: was bringt eine Leserunde überhaupt während der Ausbildung? Lesen ist ein Thema für sich, entweder man mag es oder halt nun mal nicht. Da für mich eher der letzte Punkt spricht, viel es mir zu Anfang schwer mich mit der Idee anzufreunden. Aber wir wollten nun mal unsere Rechtschreibung verbessern und unseren Wortschatz erweitern, also hieß es nach der Arbeit Buch lesen. Auch durch eine Leserunde schafft man es nicht einen Lesemuffel in einen Bücherwurm zu verwandeln. Dennoch war ich im Nachhinein überrascht wie viel Spaß mir das Lesen und spätere besprechen der Leseabschnitte bereitete und kann es daher nur weiter empfehlen. Ein wichtiges englisches Sprichwort besagt:


Die Kunst des Lesens ist, sinnvoll zu überspringen.“


Im Herbst werden wir die gemeinsame Leserunde, mit unseren beiden neuen Azubis und einem weiteren Buch, fortsetzen.

Azubi Sarah

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